Um unser Theaterhaus und das „Haus der Zukunft“ liegt ein Gelände, das teils verwaist und verwildert, teils einfach unscheinbar und unbeachtet war. Ein großer geheimer Garten mit alten Rosen und Rebstöcken und Obstbäumen, eine Auffahrt mit alten Garagen, Zäunen und dichtes Gestrüpp. Wir wollen daraus einen Lebens-Raum entwickeln, in dem Theater und Natur zusammen gedeihen.
Hier erproben wir ein Modell, das Theaterkunst und Naturvermittlung in der Praxis verbindet. Wir legen Pfade an und lernen Pflanzen und Tiere im Garten kennen. Wir pflanzen Kräuter, Blumen und Gemüse und ernten Äpfel, Felsenbirnen und Trauben. Wir machen ein, pressen Saft und backen Brot im Tandoor-Ofen. Und manche Ecken sollen auch wilde Nischen bleiben!
Der Garten ist offen für alle unsere Gruppen. Jede Woche gärtnern hier geflüchtete und einheimische junge Erwachsene gemeinsam. Schulklassen erleben die Jahreszeiten. Familien mit Kindern mit besonderem Förderbedarf finden hier Ruhe. Das Ensemble holt sich hier Erfahrungen für die Bühne. Was im Garten beobachtet und erlebt wird, fließt ins Theater ein, und das Theater wirkt zurück in den Garten.
Einmal im Monat öffnet ein gemeinsamer Aktionstag mit unserem Kooperationsprojekt „Gemeinsam wachsen“ den Garten für viele. Der Garten bietet dafür Ort, Material und gärtnerische Begleitung.
Mitten im Ortskern, neben Schule, Kindergarten, Kirche und Rathaus, soll so eine soziale Skulptur entstehen: ein Ort, den alle mitgestalten können und der bleibt.
Die Förderung des Projektes durch die Deutsche Postcode Lotterie ermöglicht, dass uns die Gärtnerin und Künstlerin Johanna Foldt bei Pflege und Entwicklung täglich unterstützen kann!