Junges Landestheater Bayern

Der Sturm - Presse - 2

Frnkische Landeszeitung vom 27.09.2005
Vom Wunder der Liebe und dem Sieg des Guten
Die Premiere von "Der Sturm" im Alten Bauhof berraschte vollkommen:

In 60 Minuten erzhlte das Ensemble zwischen 16 und 70 Jahren auf faszinierende Weise die Geschiche von Prospera (Christine Hadulla) und Miranda (Monika Grtner/Gigi Schulthei), wie die beiden von Prosperas machtgierigem Bruder Antonio (Karl Korte) und Alonso von Neapel (Ernest Rosenfelder) im Boot auf dem Meer ausgesetzt werden und auf einer einsamen Insel stranden. Dort sind die Schiffbrchigen konfrontiert mit Erdgeistern und Luftgestalten, die sich nur durch die Zauberkrfte von Prospera bndigen lassen.

Smtliche Kunst- und Kommunikationsformen wurden einbezogen: Im Hintergrund spielten Percussionsinstrumente, Cello und Akkordeon, und in einzelnen Szenen gab es Gesnge und Beschwrungsformeln in fremden Sprachen. Mit Licht wurden mal unheimliche und dstere Effekte erzeugt, dann wieder ging die Sonne mit Hilfe der Scheinwerfer auf. Um das Wunder der Liebe und den Sieg des Guten ber das Bse ging es, als Alonso mit seinem Sohn Ferdinand (Daniel Wesche/Alex Hornung) und Gefolgschaft nach einem gewaltigen Sturm auch auf dem Eiland strandet.

Kaum zu bertreffen an Sinnlichkeit entwickelt sich die Szene, als Ferdinand einem groen Holzstamm eine Liebeserklrung macht und ihn liebkost. Die Inszenierung mit altertmlicher Wasserquelle, aufgetrmten Steinen und Mais- und Weizenfeldern im Hintergrund war eng an den Alten Bauhof angepasst. Sie bestach mit wenigen Requisiten und ermglichte dem Publikum eine totale Konzentration auf das Spiel.


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