Junges Landestheater Bayern

Das P-Klassen-Projekt - Ausschnitte aus der Dokumentation - 2

Klemen's Geschichte: Gradac - Slowenien

Gesprch mit Klemen's Mutter (re.o.)und ihrer Tante (re.m.).

JLTB: Durch was sind Sie auf die Idee gekommen, nach Deutschland zu gehen?
Mutter: Meine Tante hier arbeitete in Bayern und fragte mich, ob ich komme und bei ihr Urlaub mache. Und da habe ich meinen Mann kennen gelernt. Er kommt auch von hier, aber ich habe ihn vorher nicht gekannt. Und dann habe ich meine Arbeit in Metlika (Slo) gelassen und bin nach Deutschland.
JLTB: Wann war das?
Mutter: 1974, 1975.

JLTB: Und wann sind Sie nach Deutschland gegangen?
Tante: 1969. Ein Jahr in Landshut, Rodenstock-Fabrik, gearbeitet und dann in Planegg, Kunststoff-Fabrik.

JLTB: Und wie ist die Idee entstanden, nach Deutschland zu gehen?
Tante: Arbeitsamt. Slowenisches und kroatisches Arbeitsamt arbeiteten zusammen mit deutschem Arbeitsamt.
Mutter: Da ist extra ein Zug gekommen fr diese Leute. Mit Dolmetscher. Das war alles schon vorbereitet. Papiere und alles.

JLTB: Und wie war das mit der Wohnung?
Mutter: Das war alles von der Firma vorbereitet. Mein Mann arbeitete im Hofbruhaus und der hatte auch die Wohnung von der Brauerei.

Klemens ltere Geschwister Stefan, Monika und Christian kamen dann auch alle in Mnchen zur Welt. Mitte der 80er Jahre kehrte Klemens Mutter aus familiren Grnden nach Gradac zurck. 1987 kommt dort Klemen zur Welt und spter seine Schwester Petra. Mit den beiden jngsten Kindern geht Frau Penica dann wieder nach Mnchen, wo ihr Mann noch immer arbeitet. Die ltern Geschwister leben jetzt in Slowenien - sie sprechen kaum deutsch. Petra, die jngste Tochter, spricht hingegen kaum slowenisch.

Mutter: Solange Klemen und die kleine Petra noch zur Schule gehen, muss ich jetzt wieder drauen bleiben in Bayern.

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